Würdiger Abschluss der ersten Seminarreihe

Mit einem Abend über Landschaft und Baukultur in der Schweiz endete die Reihe.
Georges Descombes konnte seine Begeisterung kaum zurückhalten: «Diese Halle ist ein wunderbarer Ort des Lernens und des Austauschs – gelebte Baukultur!» Zusammen mit Annemarie Bucher und Anette Freytag sass er Anfang Juni in einem Seminarraum am Rand der Halle 180 an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW in Winterthur. Der Landschaftsarchitekt aus Genf, die Landschaftshistorikerin aus Zürich und die Landschaftsprofessorin aus den Vereinigten Staaten schlossen mit einem fulminanten Abend die erste Seminarserie des NFP 81 ab. Den würdigen Rahmen dazu bot die 1991 zur Architekturschule umgebaute Kesselschmiede, heute die Halle 180.
An zehn Sitzungen – hauptsächlich in Lausanne an der EPF, aber auch an der ETH Zürich und eben der ZHAW in Winterthur – erkundeten Gäste zusammen mit Mitgliedern der Leitungsgruppe, Forscher:innen aus den NFP-81-Projekten, Studierenden und weiteren Interessierten die Wurzeln der Baukultur-Bewegung. Die Reihe «Genealogy of Baukultur» öffnete im Herbstsemester 2025 zunächst den Blick nach Europa, um sich anschliessend im Frühling 2026 auf die verschiedenen Ausprägungen und Wurzeln der Baukultur in der Schweiz zu konzentrieren. Wir starteten die europäische Reihe mit der britischen Architektin Sarah Wigglesworth Anfang November 2025, durften anschliessend Jean-Marc Besse und Michael Jakob bei uns begrüssen. In zwei Sitzungen widmeten wir uns dem Thema «Baukultur und die Kritik an der Moderne» mit Jean-Louis Violeau und Paolo Scrivano sowie Angelika Schnell und Irina Davidovici. Den Abschluss dieser ersten Reihe machte Paul Landauer Ende Januar 2026, auch damals schon in der Halle 180 in Winterthur.
Die Schweizer Reihe eröffnete Bruno Reichlin in Lausanne. Es folgten André Bideau und danach Gion A. Caminada und Roger Diener. Jürg Conzett und Eugen Brühwiler sprachen über Baukultur im Bauingenieurwesen. Nun setzten Annemarie Bucher, Anette Freytag und Georges Descombes den Schlusspunkt mit einer ausführlichen Erläuterung, warum die Entwicklung von Baukultur in der Schweiz ohne gestaltete Landschaft nicht denkbar ist.